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Sichern Sie ihr Google Passwort auf einem biologischen Neuro-Server

(Hirn von Steve Frontera)

8 Byte nur 19,99 Dollar. Zum Beispiel: Lara16!!

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Absolut sicher gegen Hacker. Darauf  haben weder Larry und Sergey Google Boys, der FSB und CIA und Frau Sybille Gudrun Ratschmeier Zugriff.  

Satire oder ernst gemeint?

Ganz neu speichern sie ihr Passwörter auf einem biologischen Neuro -Server (Hirn von Steve Frontera)

Absolut sicher gegen Hacker, darauf haben nicht einmal Sergey und Larry (die genialen Google Boys) , der CIA und FSB Zugriff.

Heute im Sonderangebot

8 Byte, 19,99 Dollar (zum Beispiel Lara16??)

16 Byte 99 Dollar (Zum Beispiel HXkfwyz1!###)

Um das zu knacken muss sich Elon Musk etwas einfallen lassen.

Auch resistent gegen Folter, weil diese in EU verboten ist.

Seppel, Seppel

 Ein Familiendrama mit  Josef Klein,  Finanzbeamter, Hauptsekretär, im mittleren Dienst und seiner 16 jährigen Stieftochter Lara

Seppel Seppel

Kauf mir war von Apple

Das Chatten ist mein täglich Ritual

Doch langsam wird es mir zur Qual

Jetzt war auch noch der Speicher voll

Darauf schrie ich gestern voller Groll

Deswegen habe ich auch stark gezittert

Nun ist das Display ganz zersplittert

Seppel Seppel,

Kauf mir was von Apple

Der Seppel spricht:

 Mädle

Du machsch mi langsam hi

Kauf dir lieber ein Schau mi

Oder frag doch lieber deine Omi

Die gibt dir bestimmt Geld für ein Xia Omi

Nein, dem I Phone erweis ich Huld und Ehren

Sinnlos sind die Versuche mich zu begehren

Ein Xia Omi mag ich nicht

Ich mag kein Schau mi nicht

Seppel, Seppel kauf mir was von Apple

Der Seppel sagt: Ich will jetzt keinen Zank

Der Nachbar hat ein altes i Phone 8 im Schrank

Der Seppel geht jetzt schnell zu seiner Bank

befreit das alte I Phone aus Schrank  

Für schlappe 100 Euro ist es geschehen

Der Mädchen Chat kann weitergehen

Kaum ist die Simcard installiert

Lara den Seelenschmerz gebiert

Laras Ritual ist wirklich eine Qual

Daniela schreibt, sie sei zu fett

Toni meint: Du liegst zu lang im Bett

Gerda schrieb: Die Annalena ist eine blöde Kuh

Lara schrieb darauf: Selber blöde Kuh

Vor dieser hat sie endlich ihre Ruh

Der Rudi schwärmt von Taylor Swift

Die Emma warnt vor Trump und Gift

Beim Heinz geht’s nur um den FCA

Das ist doch alles nur Bla Bla

Aber die Jenny  ist jetzt Influencerin

Doch nach einer Vodka Party vergaß sie ihre Pin

Sie hat das Gerät zurückgesetzt und wiederhergestellt

Sie ist und bleibt in dieser Welt ein digitaler Held

Vor allem verdient sie Geld mit ihrem schönen Gsicht

Drei Mal mehr als bei einer Arbeitsschicht

Scheene Mädle geht’s auf Instagramm

Alles andre isch Plemm Plemm

Der Kevin warf sein wasserdichtes Telefon in den Krug

Oh, je, Zefix, das war aber gar nicht gut

Denn da war statt Wasser Spezi drin

Und das teure Stück war dahin

Die Körpersprache

Man sagt 90 Prozent der Kommunikation funktioniert über die Körpersprache, beim Philologen ist das aber umgekehrt, nicht umsonst heißt er ja Philologe, er liebt das Wort, alles Körperliche ist ihm suspekt, weil tierisch und primitiv.

Literaturwissenschaftler ordnen bekanntlich jeden Text in eine bestimmte Epoche ein, sagt jemand: „Ich liebe dich“, denkt der Philologe als erstes: „Ist das jetzt Romantik oder Realismus?“ Der Nichtphilologe blickt einfach in die Augen des Gegenübers und zieht daraus seine Schlüsse. 

Erst wenn im Kontext zum Beispiel ein 5er BMW, ein Reihenhaus oder ein Bachelorabschluss vorkommt, ist es für den Literaturwissenschaftler Realismus. Wenn im Kontext ein selbst gepflückter Blumenstrauß und Herzklopfen vorkommt, dann ist es Romantik.

Hat jemand wegen intensivem Alkoholkonsum eine schwere Zunge, tippt der Philologe als erstes auf Dadaismus, für den Normalbürger ist das Gegenüber einfach betrunken.

Versteht ein Philologe einen Satz nicht, was selten vorkommt, gibt er das niemals dazu, er spricht dann von Abstraktion, Symbolismus oder Surrealismus. 

Versteht der Sprachwissenschaftler einen Satz nicht, ist er froh, wenn ihm dazu ein entfernt passendes Zitat von Kafka oder Grass einfällt. Der Nichtphilologe schüttelt einfach den Kopf und die Kommunikation vereinfacht sich beträchtlich.

Besonderen Fokus richtet der Philologe auf Stilmittel.

Er ist stolz, dass er den Begriff Anapher kennt und sagt: „Ich koche innerlich. Ich bin wütend“, was bei Wikipedia als Beispiel für eine Anapher steht.

Der nicht philologisch Gebildete ballt nur die Faust und sagt: „Saumensch oder Drecksau!“

Trifft man einen 36jährigen Großvater, lächelt der gewöhnliche Mensch und sagt: „Junger Opa!“  

Der Philologe antwortet darauf: „Du verwendest gerade ein Oxymoron!“

Die Moral

Vor hundert Jahren hieß es bei Bert Brecht: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“

Heute heißt es: „Erst kommt die Moral, dann die Grünkernbratlinge und das Gemüse vom Naturkostladen und an besonderen Tagen das Fleisch nach Haltungsform vier.“

Meine erste Geschichte, die in Finnland spielt

Der alte Mann und die Milchkanne

Paavo war traurig. Vorige Woche hatte er seinen 90. Geburtstag gefeiert, zusammen mit der Nachbarin, der 88- jährigen Taru. Seine Ehefrau war vor über 20 Jahren an Krebs gestorben, die einzige Tochter Helga war mit 39 Jahren ebenfalls an Krebs gestorben: „Dieser verdammte Krebs, mir wäre lieber gewesen, er hätte statt Helga mich erwischt“, dachte sich Paavo. Er lebte alleine in Kajaani, in einem kleinen Holzhaus, nur die alte Taru besuchte ihn gelegentlich, sie erzählte ihm immer wieder dieselben Geschichten und Paavo erzählte Taru auch immer wieder dieselben Geschichten.

Draußen ging die Sonne bereits um 15 Uhr unter, die Taiga schimmerte. Man konnte kilometerweit in den Wald hineinsehen. Es gab heißen Tee und Vanilleplätzchen bei Paavo.

Paavos Lieblingsgeschichte handelte von folgendem:

Helga hatte als kleines Mädchen, ihr Schiffchen im See nicht mehr gefunden und weinte deswegen bitterlich.  

Besonders oft erzählte er auch diese Story:

Helga hatte ein blaues Auge vom Nachbarsjungen verpasst bekommen, weil sie ihre Puppe nicht hergeben wollte. Der Nachbarsjunge war dafür bekannt, den Puppen die Köpfe abzureißen.

Er war ein Bad Boy, Mädchen sind braver. Was hätte er als Vater mit einem solch bösen Buben getan?   

Taru wusste fröhlichere Geschichten zu erzählen.  

Sie erzählte von ihrem Liebhaber Luigi, einem feurigen Italiener, sie sprach von „Amore“ und „Cuore“  in Rimini. Mit einem alten Volkswagen war sie 1955 über 4000 km an die Adria gefahren.

Kaum war Taru wieder zu Hause in Finnland hatte Luigi eine andere, diesmal eine blonde Schwedin, vier Wochen darauf eine Deutsche, natürlich auch blond. Ja, so sind sie halt die Italiener mit ihren schwarzen Haaren, wenn sie ein blondes Mädchen sehen, werden sie zum Stier.

Taru nahm es auf die leichte Schulter. Einmal im Leben eine Liebschaft mit einem feurigen Italiener, ist ein unvergessliches Erlebnis.

„Sei froh, dass es gewesen und sei nicht traurig, dass es vergangen“, war ihr Motto und Leitspruch.

 „Faul sind sie auch noch die Italiener“, dachte sich Taru, um sich zu trösten.  

Ich suche mir lieber einen Schweden, am liebsten einen, der einen sicheren Arbeitsplatz bei Volvo hat. Taru war nämlich verrückt nach Volvo, ihr erster war ein alter 244er, 12 Jahre alt. Der Ehemann wurde dann doch kein Schwede, sondern Matti, ein Finne.  Schweden sind in dieser Gegend einfach selten.  Aber immerhin war er Verkäufer im Volvo Autohaus. Kurz nach der Hochzeit 1977 gab es dann einen nagelneuen 760er für das lebenslustige Paar „Sweden‘ s finest Car“, sagte Tarus Ehemann immer wieder über seinen 760er, aber auch zu den solventen Kunden. „ I drive Sweden‘ s finest car and I married Suomi’ s  most funny girl!“

Leider sprach Tarus Mann dem Schnaps zu und starb mit 80 Jahren an Herzversagen. Er war ein liebenswerter Mensch mit einer langen roten Nase, die im Laufe der Zeit immer länger und knollenartiger wurde.    

Ein alter Volvo S 80 steht immer noch vor Tarus Haus, sie wird ihn niemals verkaufen. Er ist die schönste Erinnerung an Matti und seine Seele lebt in diesem Auto weiter. Die Leute spotteten, Taru liebe den Volvo mehr als die Männer, meistens sind sie ja zuverlässiger als Männer, diese alten Schnapsnasen und Casanovas. Matti war zum Glück kein Casanova und zuverlässiger als ein FIAT war er allemal.  

Paavos Enkelin Aino lebte auch in der kleinen Stadt Kajaani mit ihrem Ehemann. Paavo spürte, dass weder die Enkelin noch ihr Gatte ihn besonders gerne mochten, sie hielten ihn einfach für altmodisch.

Er kaufte sich seit dem Tod seiner Frau keine neuen Kleider mehr, er sah im Fernsehen nur noch alte Filme oder sammelte Beeren und Pilze. Aino spielte an der Konsole gerne die Sims und wenn ihr dies zu langweilig wurde auch mal Assasins Creed, für sie gab es nichts langweiligeres als Beeren sammeln.

Taru hatte zur Geburtstagsfeier als Geschenk eine fünf Liter Kanne frische Milch vom Bauern mitgebracht. Was macht ein alter Mann mit fünf Litern Milch. Er wusste ganz genau, dass die Enkelin nicht homogenisierte Milch mit Fettklümpchen nicht mochte. Deshalb schüttete er sie in einen Mixer und bereitete frische Bananen und Erdbeermilch zu. Mit dem Rest setzte er Joghurt an. Früher war das ein Hochgenuss für die Kinder.

Die Urenkelin Lia, fünf Jahre, bekam ein Schälchen frischen Joghurt aus der verbeulten alten Milchkanne serviert. Leider war sie nicht begeistert und reif mäkelnd: „Ich esse nur Danone!“

Enkelin Aino war das furchtbar peinlich, ihr Ehemann war ein einfacher Postbote, sie mussten für ihre Wohnung über 600 Euro Miete bezahlen. Deshalb war ihr ein Kuvert mit 200 Euro, das der alte Paavo meistens mitbrachte der jungen Familie sehr willkommen. Zu Weihnachten gab es sogar fünf grüne Euro Banknoten.

Aino, die Enkelin, liebte die traurigen Geschichten ihres Opas nicht, schlimm genug, wenn die Mutter stirbt und man zu diesem Zeitpunkt gerade 16 Jahre alt ist. Bei Aino verflog die Trauer um die Mutter aber schnell, der Vater war viel unterwegs als Monteur und Aino konnte nach dem Tod ihrer Mutter tun und lassen was sie wollte, sie konnte und musste mit 16 erwachsen werden.

Sie ging gerne auf Parties und vergnügte sich, bis sie den Postboten kennen lernte. Es wurde geheiratet und das Leben verlief in den gewohnten Bahnen, es passierte nichts aufregendes mehr.  Abends lief der Fernseher, das Auto musste abbezahlt werden. In den Ferien reiste man mit dem Flieger nach Spanien oder in die Türkei. Paavo hatte ziemlich viel Geld gespart und hätte seiner Enkelin gerne einen Zuschuss für ein kleines Häuschen am Waldrand gegeben, aber Aino fand das total spießig. Sie gab ihr Geld lieber für Flugreisen in den Süden aus. So kam es manchmal zu langen ergebnislosen Diskussion über das Ersparte des Großvaters.

Besonders peinlich wurde es, als die kleine Lia zu ihrem Uropa sagte: „Die Mama ist aber eine schlechte Erbschleicherin!“  Aino wäre am liebten im Boden versunken, aber ihr Opa musste lachen.